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Montag, 9. August 2010
Servas auf Arabisch
Gruppo Kreidl war gestern ziemlich nüchtern, dennoch setzte man sich kurzzeitig lautstark in Szene als nach Schlusspfiff zwei Damen von der Seitentribüne freundlich auf ihre Oberweite aufmerksam gemacht wurden. Richtig geschmacklos war eigentlich nur die ungustiöse Wortmeldung eines Niemands während der Trauerminute für Theo Grüner. Zwölf Spiele im Rapid-Trikot und Vizemeister 1998. Ruhe in Frieden! Der heutige Test stand anfangs ganz im Zeichen „Beweisen für die Kampfmannschaft“, im Endeffekt standen in der Startelf aber einige Akteure von gestern. Erst im zweiten Abschnitt konnten sich Perspektivspieler ins Rampenlicht spielen, allen voran David Jelenko. Gruppo Kreidl Sezione Arabia fiel durch besondere Arabisch-Kenntnisse auf, die sogar den Torwart der Gäste aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zu Reaktionen bewegten. Danach gingen die Wogen noch einmal hoch, es roch nach Spielabbruch, im Endeffekt beruhigten sich die Gemüter aber wieder. Ein unnötiger Test endete schließlich Remis und mit der Tatsache, dass Gruppo Kreidl definitiv zu den multilingualsten Gruppen der Westtribüne zählt.
Samstag, 22. Mai 2010
Wir steh’n fest zusammen!
Gruppo Kreidl und English Crew wieder im eigenen Kleinbus unterwegs. Ziel der allerletzten Auswärtsfahrt der Saison war das Rattenfängerstadion in Korneuburg. Die perversen Eintrittspreise konnten dank Lücken im System, die sich in Zaunlöchern manifestierten, spielerisch überwunden werden, Gruppo Kreidl mit dem richtigen Riecher für’s richtige Türdl. Und wahrscheinlich hatte der eine oder andere auch die exorbitanten Hot-Dog-Preise vom Dienstag wieder drin. Als die weißen Schuhe im Matsch versanken, war man doppelt froh nix gezahlt zu haben. Die nette Dame zu unserer rechten informierte uns schließlich über brandneue Transferbomben und war mit ihrer amüsanten Attitüde weit interessanter als das Spiel selbst, in dem Konrad satte fünfmal netzte und Gaststürmer Rotter schwer an den alten Roman Kienast erinnerte. Nach Abpfiff bretterte der Kreidlbus kurz zum Fast-Food-Imbiss und schließlich nach hause. Oder fast. An einer Kreuzung stehend lieferte man eine amüsante Aktion mit einem bekannten PKW indem man inbrünstig eine Scheibe der Hinichen intonierte. Zu unserem Pech weckten wir damit unfreiwillig auch die Aufmerksamkeit der Exekutive, die uns sofort ranwinkte. Ein weiteres kleines Malheure später, fanden wir uns auf der Wache wieder. Das übliche Prozedere dauerte eine Ewigkeit. Wahrscheinlich „weil die Fußballfans jo olle deppat san!“. Ein kleines Ordnungsgeld strich sich Vater Staat dennoch ein. Gruppo Kreidl und English Crew stellten aber erneut eine unvergessliche Auswärtsfahrt auf die Beine. Danke für die Fahrt! Danke für die Saison!
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