Die Winterpause ist vorbei, der Fußball rollt wieder. Seit dem 3:3 gegen Innsbruck am letzten Herbstspieltag, tat sich nicht viel. Die erste Saisonhälfte verlief ernüchternd. Einerseits gab es tolle Momente, wie das 5:0 gegen die Linzer, der erneute Aufstieg gegen Aston Villa oder der Derbysieg am Verteilerkreis. Umgekehrt gab es aber auch große Durchhänger, sämtliche Spiele gegen den Aufsteiger aus Tirol beispielsweise, die Niederlage in Linz, nur drei Tage nachdem wir in Birmingham 3:2 gesiegt hatten oder auch die…ähem…*hüstel* Derbynie..la..e.
Weihnachten war dann - bis auf die Weihnachtsfeier(n) und den ganzen Casinobesuchen - besinnlich. Einen neuen Außendecker zauberte das Management aus dem Hut. Michael Schimpelsberger bestimmt eine Verstärkung - auch in langfristiger Sicht. Der Dober hat sich im ersten Spiel (Purkersdorf 8:0) gleich verletzt, umso besser für den Neuen. Das zweite Vorbereitungsspiel gegen Götzendorf wurde 6:0 gewonnen. Ein fades Spiel mit ein paar Toren. Die Götzendorfer spielten aber teilweise gutes Pressing, sodass unsere Defensive sogar auf diesem Niveau etwas wackelig aussah. Die restlichen Testspielgegner sind eher enttäuschend. Gegen Spartak Moskau und St. Gallen wird im türkischen Trainingslager getestet, sowie gegen Dacia Chisinau (Moldawien); im Feber gibt’s dann noch zwei Partien gegen St. Pölten und Teplice, auch beide daheim. Schade, eine presaisonale Auswärtsfahrt in den Osten, nach Tschechien, Ungarn oder die Slowakei wären schon sehr reizvoll gewesen. Vielleicht im Sommer dann…
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Mittwoch, 19. Januar 2011
Montag, 12. Juli 2010
Englisch
…war unser Support an diesem Samstag. Soll heißen, stehen, Match beobachten, ab und an Klatschen, sporadisches Grölen und reichlich Alkohol. Das mit dem Alkohol begann schon irgendwann am Nachmittag, die ersten Biere gegen die unpackbare Hitze. Und auch ein wenig kühle Erfrischung aus dem Gartenschlauch. Intelligenter Weise mit Kleidung. Bis Schlusspfiff waren die Hosen rinnwaschelnass, aber wenigstens kühlend. Im zweiten Durchgang verfolgten wir das Spielgeschehen sogar von der Nordtribüne, weil bessere Übersicht. So erkannte man bei den Gegentoren, die ein oder andere Unsicherheit in der Defensive, aber auch Lichtblicke wie Rene Gartlers Volltreffer. Ja wirklich, Rene Gartler! Ansonsten war das Spiel keine Offenbarung, bei den Temperaturen aber nicht verwunderlich. Lediglich die sechzig angereisten tifosi aus Venezia und Mestre liefen bei den klimatischen Bedingungen zur Höchstform auf und feierten gemeinsam mit den Ultras zehnjähriges gemellaggio. Sicher war es eine unnötige Niederlage, aber lieber heute als am Donnerstag in Litauen. Für die englischen Kreidln ging’s dann noch weiter in die Stadt, bisserl WM schauen, bisserl ansaufen und bisserl in der Gegen herum speiben.
Mittwoch, 7. Juli 2010
„Einmal ficken aber hart – Ein McChicken mit Salat“
Nach einem kleinen Umweg im Wettcafé (Uruguay mit einer 5,50er-Quote muss man einfach spielen!) diskutierten wir mal wie wir überhaupt nach Oberwart kommen, gewusst hat es nämlich keiner. Schließlich aber eh einfacher als einfach. Mit Bier, Austropop und die üblichen Gespräche über pornographisches Filmgut versüßte man sich die Fahrt gen Süden. Im Stadion chillten wir im Gras liegend an der Seitenlinie und beobachteten kritisch die durchschnittliche Partie. Sonnleitners spontane Auszucker („Schleich dich du fucking bitch!“, „Steh auf du Kuah!“) jetzt schon legendär und selbst Yasin Pehlivan erkannte ein Mitglied von Gruppo Kreidl wieder, die vielen Begegnungen mit besagtem Chaoten beim McDonalds Wagramer Straße prägten sich selbst bei unserer Nummer 35 ein. Trimmels später Siegtreffer brachte einen Casinobesuch im nahe liegenden Ungarn zur Debatte, der aber auf Grund des Dresscodes dann doch ausgeschlagen wurde. Die Dorftussis hatten feine Hintern, aber keinen Bock auf unsere stilvollen Anmachen. Da müssen wir noch fitter werden! Sieben „Tschechen“ verfolgten uns noch auf ihren Mopeds, konnten aber locker abgeschüttelt werden und ein kleines Wortspiel bei der McDonalds-Tante im Drive-in brachte uns schließlich in die Situation, dass uns das Essen verweigert wurde. Nur dank größter Überredungskunst und einer lapidaren Entschuldigung bekamen wir dann doch noch etwas. Nach einem Verdauungskickerl auf einem Parkplatz, welches 0:0 endete, machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Wien und stellten fest: „Des wor a a junger deppater Bua…stö da vua er scheißt mit vierzg in Mistkiwe…“
Sonntag, 27. Juni 2010
Ein paar Impressionen
Die lads freuten sich wieder mal bei einer Partie zu sein. Immerhin war’s Weltpokal! Hiroshima Sanfrecce auf neutralem Boden. Okay, Zynismus bei Seite, aber die Japaner waren dann doch ein Gegner gehobenerer Klasse denn die Mannschaften aus Schwaberg, Mannsdorf und Prottes. Die Erkenntnisse diese Ausfluges sind, dass mit Kayhan als linker Tackle nur ein Neuzugang in der Startelf stand, dass es bis auf den Torwart (Payer für Hedl) zur Pause keine Wechsel gab, dass der Soma ein ums andere Mal unsicher agierte, dass der Sonnleitner mit Abstand unser schnellster Verteidiger ist, und der Patocka nicht mehr schneller wird, dass der Dober immer noch herumrennt wie eine Oktoberfliege, dass der Saurer auch links hinten spielen kann – notgedrungen, dass der Fußballgott ein Gurkerl bekommen(!) kann, dass der Gartler auch diese Saison einige Hunderprozenter auslassen wird, dass sich der Nuhiu wie der Maierhofer bewegt, dass der Nuhiu aber eine um Klassen bessere Technik als der Lange hat, dass es auch außerhalb Europas hässliche Dressen gibt, dass es noch kleinere Spieler als die unseren gibt (die japanische Nummer 27 war geschätzte 1.40m), dass der Schiedsrichter nur einen einzigen Satz Englisch beherrschte („Keep your hands off!“), dass das Securitypersonal sehr motiviert war, dass es unmöglich ist zwanzig Meter neben dem Eingang über einen Zaun zu klettern um so dem Eintritt zu entgehen, dass es aber auf der anderen Seite des Platzes mit Leichtigkeit geklappt hätte, dass das „SCS“ auf der Anzeigetafel nicht für ein bekanntes Einkaufszentrum sondern für „SC Sollenau“ steht, dass viele grün-weiße Fans lieber selbst Fußball spielten als Fußball zu sehen, und dass „einespatzeln“ sowieso das schönste auf der Welt ist.
Mittwoch, 23. Juni 2010
Zurück im Tagesgeschäft
Die Pause ist vorbei! Naja noch nicht ganz, aber bald. Zumindest gibt’s wieder Spiele. Und wirklich Pause war ja nie, die WM bestimmt seit über einer Wochen den Tagesablauf. Interessant wird es erst in den Testspielen gegen Dukla Banska Bystrica, Sigma Olmütz oder Anderlecht. Oder in der Europa League-Qualifikation gegen das litauische Suduva Marijampole. Also nicht weiter verwunderlich warum die ersten beiden Tests gegen Dorfmannschaften aus der Steiermark und Niederösterreich einen nicht wirklich tangierten. Dass man da gleich vier Tore kassierte, stimmt einen nicht gerade positiv…schieben wir das mal auf’s Lauftrainingslager. Dort gab es ein paar neue Gesichter zu bestaunen. In der Verteidigung kommt mit dem ehemaligen Sturmspieler Mario Sonnleitner ein zusätzlicher Innenverteidiger, sowie mit der carinthischen Konkursmasse Thomas Hinum ein rechter Außendecker. Lange Zeit gab es Verhandlungen mit Branko Boskovic, der Publikumsliebling bevorzugte allerdings einen Wechsel zum Vorletzten der amerikanischen MLS. Das Loch im Mittelfeld soll nun Christoph Saurer vom LASK stopfen. Dem vormals Unaussprechlichen wehte bereits in den ersten Gehversuchen in Grün-Weiß rauer Wind entgegen – von den eigenen Anhängern. Man darf gespannt sein wie sich das Verhältnis weiterentwickelt. Die Beispiele Martin Hiden und Mario Tokic geben Saurer aber nicht viel Anlass zur Hoffnung, jemals vom Block West besungen zu werden. Im Sturm steht mit Adthe Nuhiu der bislang letzte und für mich wertvollste Neuzugang. Ein ähnlicher Spielertyp wie Maierhofer, zumindest von der Größe her; ich denke an dem Jungen werden wir noch viel Freude haben. Abgänge gibt’s bis auf den von Bosko keinen zu vermelden – vorerst. Die üblichen Gerüchte um Kavlak und Jelavic sind ja schon seit Wochen zu lesen, konkretisiert hat sich aber bis heute nichts. Jovanovic und Konrad sollen noch abgegeben werden, wollen aber nicht gehen. Und weil heute wieder nur ein Spiel gegen die Dorftruppe aus Prottes stattfindet, präferieren wir es doch den ersten Sieg der Three Lions bei dieser Endrunde zu bestaunen und das Ausscheiden der Piefke.
Donnerstag, 4. März 2010
31:1
Und obwohl der Fußballgott auch die nächsten dreieinhalb Jahre im St. Hanappi verweilt, übertrug sich nur ganz langsam die gute Stimmung auf die Tribünen. Von einer richtungsweisenden Partie war nichts zu spüren. Erst als im zweiten Durchgang der ehemals violette Schiemer nach Schwalbe vom Platz flog, flammte Hoffnung auf, die neue Torhymne das erste Mal zu hören. Da Soma aber im Stande war die Kugel vom Fünfer am Tor vorbei zu schieben und somit die beste Rapid-Chance leichtfertig vergab, wurde dies aufgeschoben. Und während Jelavic seinen von Cola Sekagya erlittenen Nasenbeinbruch behandeln ließ, stand der ehemals violette Afolabi bei einer Ecke frei und köpfelte zur Führung ein. Im weitern Verlauf war Rapid nicht im Stande nennenswerte Torchancen herauszuspielen.
Dafür gab’s am Mittwoch wieder ein Testspiel! Letzte Woche die Weltelf aus Stixneusiedl mit 9:0 weggefegt, gestern die Galaktischen von Dreibeidlkirch…ääh von Welgersdorf. Konrad und Gartler mit je sechs Volltreffern. Insgesamt netzten die grünen Reservespieler (Kavlak, Trimmel, Drazan, Payer, Salihi, Boskovic und Jovanovic bei ihren Teams) zweiundzwanzig Mal. Bei einem Torwart mit dem Gardemaß von 1.65m verdient sich unser Sturm heute das Prädikat „Außerirdisch!“. Schade, dass wir nächste Woche am Mittwoch im Cup gegen Blau-Weiß Linz spielen.
Dafür gab’s am Mittwoch wieder ein Testspiel! Letzte Woche die Weltelf aus Stixneusiedl mit 9:0 weggefegt, gestern die Galaktischen von Dreibeidlkirch…ääh von Welgersdorf. Konrad und Gartler mit je sechs Volltreffern. Insgesamt netzten die grünen Reservespieler (Kavlak, Trimmel, Drazan, Payer, Salihi, Boskovic und Jovanovic bei ihren Teams) zweiundzwanzig Mal. Bei einem Torwart mit dem Gardemaß von 1.65m verdient sich unser Sturm heute das Prädikat „Außerirdisch!“. Schade, dass wir nächste Woche am Mittwoch im Cup gegen Blau-Weiß Linz spielen.
Mittwoch, 10. Februar 2010
Manche wollen’s, manche net…
…bleiben bei Rapid. Wirbel und standing ovations im Publikum. Trotzdem betritt die Nummer 11 demütig, fast peinlich berührt, den Saal und nimmt als erster Spieler Platz. Ihm folgen der Torwart Helge Payer und „Jungstar des Jahres“ Yasin Pehlivan. Das Gros der Fragen gilt aber dem grün-weißen Kapitän und seinem womöglich Wechsel auf die Urlaubsinsel Mallorca. Wie in den letzten Wochen bereits in den Medien zu vernehmen war, gab es auch gestern, Dienstag, keine endgültige Entscheidung. Mein Bauchgefühl sagt mir aber böses. Mimik und Sprache Hofmanns überzeugten mich gar nicht von einem weiteren Verbleib und so ziehe ich für mich persönlich einen Strich und glaube nicht mehr, dass er länger als bis zum Sommer in unseren schönen Stadt bleibt. Ich hoffe mein Gefühl irrt…
Damit wäre eigentlich auch die wichtigste Frage der Winterpause für mich geklärt. Restliches erwähnenswertes im Schnelldurchlauf: Payer, Hedl, Gartler, Patocka und Trainer Pacult haben ihre Verträge eh schon verlängert. Ein junger Weißrusse namens Lebedew für die Innenverteidigung ist neu gekommen und kickt derweil bei den Amas. Pehlivan von der „ja schon argen“ Grundausbildung „weil da is um 5-30 Tagwache!“ heil zurück. Und die Testspiele gegen Leobendorf (irgendwas zweistelliges) und Wiener Neudorf (7:0?), jene im Trainingslager in Side gegen Aarau (Spielabbruch in der 87. nach einer Schlägerei, 1:1?), Georgiens U21 (1:1), Thun (0:1) und Chernomorets (1:1) und im letzten zuhause gegen das slowakische MSK Zilina (1:0) durchwegs erfolgreich. Und um mit des Trainers Worten abzuschließen „Danke für den woamen Applaus!...Für den herzlichen. Herzlichen Applaus!“
Damit wäre eigentlich auch die wichtigste Frage der Winterpause für mich geklärt. Restliches erwähnenswertes im Schnelldurchlauf: Payer, Hedl, Gartler, Patocka und Trainer Pacult haben ihre Verträge eh schon verlängert. Ein junger Weißrusse namens Lebedew für die Innenverteidigung ist neu gekommen und kickt derweil bei den Amas. Pehlivan von der „ja schon argen“ Grundausbildung „weil da is um 5-30 Tagwache!“ heil zurück. Und die Testspiele gegen Leobendorf (irgendwas zweistelliges) und Wiener Neudorf (7:0?), jene im Trainingslager in Side gegen Aarau (Spielabbruch in der 87. nach einer Schlägerei, 1:1?), Georgiens U21 (1:1), Thun (0:1) und Chernomorets (1:1) und im letzten zuhause gegen das slowakische MSK Zilina (1:0) durchwegs erfolgreich. Und um mit des Trainers Worten abzuschließen „Danke für den woamen Applaus!...Für den herzlichen. Herzlichen Applaus!“
Mittwoch, 20. Januar 2010
Es geht wieder los – oder auch nicht
Nick Hornbys „Fever Pitch“ als Überbrückungsliteratur für die Winterpause zu wählen, war an und für sich keine schlechte Wahl. Dennoch macht mich das Werk des Arsenal-Fans nachdenklich. Besonders an einem Tagen wie heute. Ein unbedeutendes Vorbereitungsspiel von Rapid gegen Bauerntölpel aus Wiener Neudorf. Die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, der Spielausgang bereits vor Anpfiff so gut wie sicher. Was um alles in der Welt veranlasst einen „normalen“ Menschen zu dieser Partie zu gehen? Man kann noch nicht einmal sagen, dass es die Vorfreude auf tolle Spielzüge sei. Das ein oder andere Ferserl war nett anzusehen, das Frieren im Hütteldorfer Westwind wurde aber auch dadurch in keinster Weise gerechtfertigt. In dieser vor- bzw. mitsaisonalen Phase ist es das Lechzen. Das Lechzen nach einem Spiel. Wie der Hungernde nur einen Bissen Brot verlangt, verlangt der Fußballfan während der Vorbereitungszeit nur ein einziges Spiel. Dabei spielt der Gegner keine Rolle. Genauso wenig wie das Resultat – oder wie viele waren sich heute (oder am Samstag) wirklich, zu jedem Zeitpunkt der Partie über den aktuellen Spielstand im Klaren? Es ist das Ausbrechen aus dem Alltag. Oder besser: Das Wiedereindringen in eben jenen. Der routinemäßige Alltag um zu existieren. Umso bitterer, wenn nun wieder drei Wochen ohne Spiel am Plan stehen. Wieder drei Wochen des Lechzen, des Sehnens. Doch dann geht’s rund! Woche für Woche! Drei Monate lang! Um Punkte und Titel! Bis die spielfreie Zeit von neuem beginnt.
Samstag, 16. Januar 2010
11:0!? Wayne…
Es war nicht die Vorfreude auf das erste Spiel seit knapp einem Monat sondern der Energy-Drink-Exzess am Vorabend, der mich nur vier Stunden schlafen ließ. Gewiss war die Freude groß, der Gegner hieß aber doch nur Leobendorf. So waren das Spiel und das zweistellige Ergebnis (11:0) nicht wirklich von großem Interesse. Viel unterhaltender waren die kleinen grünen Männchen, die in manchen Köpfen zu tollen Chi-chi-chi-Rhythmen tanzen, ein etwas…wie soll man es höflich ausdrücken…ein etwas fetter Ersatzschlussmann des Landesligisten, Schneebälle, die im halbe-Minuten-Takt am Spielfeld landeten oder Geschäftsideen, dass ein oder andere Sauftalent in ökonomischen Profit umzuschlagen, inklusive bereits vorhandenen Expansionspläne gen Russland bis nach China. Chi, chi, chi! Europacupflair im St. Hanappi! 11:0! Wir werden Meister!
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